die vermehrung von gasterien (gasteria) kann auf drei arten erfolgen:
- durch teilung (abnehmen von seitensprossen, z. b. beim umtopfen)
- durch blattstecklinge
- durch samen (fachhandel)
gasterien durch teilung vermehren
am einfachsten und schnellsten funktioniert die vermehrung durch teilung, sie kann z. b. beim umtopfen erfolgen. dabei wird ein seitentrieb vorsichtig mit einem sauberen messer von der mutterpflanze entfernt. dies gestaltet sich jedoch nicht immer ganz einfach, da die gasterien-”babys” meist sehr nahe an der mutter sitzen. ideal ist es, wenn er bereits ein paar würzelchen gebildet hat, es funktioniert jedoch auch ohne.
der ideale standort für die aufzucht der jungen gasterie (hier gasteria glomerata) ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. als erde kann z. b. kakteen-erde oder ein erde-sand-gemisch zum einsatz kommen. sie sollte gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden und darf zwischendurch oberflächlich antrocknen.
bodenwärme ist von vorteil, während des winters platziere ich die anzuchttöpfe immer etwas erhöht auf der heizung. diese vermehrungsmethode funktioniert auch bei den vertretern der gattung haworthia und aloe.
die vermehrung durch blattstecklinge
bei der vermehrung durch blattstecklinge werden ein oder mehrere blätter mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. diese lässt man dann für zwei bis drei tage an einem vor der direkten sonne geschützten plätzchen ruhen, sodass die schnittstelle antrocknen kann.
dann werden sie ca. zwei zentimeter tief in z. b. kakteen-erde eingepflanzt. bei aufzuchtbedingungen entsprechend der vermehrung durch teilung.
gasteria mit samen vermehren
gasteria-samen sind im fachhandel zu erhalten. sie werden nur auf das zuvor befeuchtete substrat gelegt. ich habe hier eine mischung aus gartenerde, sand und bimskies verwendet. ein zuviel an humus kann die schimmelbildung fördern.
um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird ein gefrierbeutel über den topf gestülpt. zusätzlich habe ich bis zum keimen noch täglich gesprüht und damit auch gleichzeitig gelüftet.
der ideale standort für die an- und aufzucht der jungen gasterien ist hell, ohne direkte sonne, bei temperaturen um die 20 grad. die keimzeit beträgt in etwa ein bis zwei wochen. das substrat wird gleichmässig feucht, aber nicht tropfnass gehalten.

